Nix Neues – oder doch ?

Tattoos – was sollen uns Totenkopf, Adler, Rose, Schwerter sagen?

Laut Statista ist jeder Fünfte in Deutschland tätowiert, wobei ab 55 Tattoos eher selten sind. Das bedeutet im Umkehrschluss das fast jeder zweite Jugendliche sich mindestens ein Tattoo stechen lässt. Und es wird immer beliebter. Nachdem es um die Jahrtausendwende schon einmal Mode war, sich über dem Steiß ein Ornament (sogenanntes Tribal) zu tätowieren, war es kurze Zeit später so verpönt, dass sich viele Mädchen unter Schmerzen diese Tattoos wieder entfernen ließen.

Tattoos galten ursprünglich als Zugehörigkeit zu einer Gruppe und sie konnten Hierarchien abbilden. Zwar kommt es heutzutage auch ab und zu vor, dass man irgendwo dazugehören möchte, aber es ist eher selten. Wenn man Tätowierte fragt, warum sie sich tätowieren lassen, kommt oftmals die Antwort, weil sie es schön finden.

Nur findet man die wenigsten Tattoos auf Handrücken und Unterarmen, denn das sind die einzigen Stellen, die man sich bekleidet / unbekleidet ohne Verrenkung selbst anschauen oder anderen zeigen kann. Die meisten Tattoos sind auf Schultern, Oberarmen, Rücken oder Waden zu finden. Wem möchte man diese zeigen? Und was sagen Totenkopf, Adler, Rose, Schwerter, Ritter über die tätowierte Person aus? Für mich am ehesten nachvollziehbar sind Liebesbeweise, wobei auch diese gerade oftmals bei Trennungen zu kuriosen Lösungen führen müssen; ich erinnere da an Til Schweigers Film Kokowääh.

Es sollte jeder nach seiner Fasson glücklich werden, aber dass so viele Menschen sich unter Schmerzen merkwürdige Bilder auf ewig in die Haut stechen lassen, ist seltsam.

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